Über mich

Fangen wir von vorne an. Mein Name ist Ben Urbanke. Ich bin 1984 in Duisburg geboren und habe den größten Teil meines Lebens dort verbracht. Mittlerweile lebe ich in Berlin. Die 1980er-Jahre waren in Duisburg von Arbeitskämpfen bestimmt, da die ersten Zechen schlossen. Die Goldgrube Ruhrgebiet wurde langsam zum Problemfall. Gleichzeitig gab es eine immer stärker werdende Anti-Atomkraft-Bewegung, die Katastrophe von Tschernobyl, die Grünen kamen in den Bundestag, Greenpeace war plötzlich in aller Munde.

 

Lange bevor moderne Bio-Supermärkte an jeder Ecke zu finden waren, kaufte meine Mutter am linken Niederrhein in den Hofläden von Bio-Bauernhöfen ein und kochte täglich frisch für meinen Bruder und mich. Eine „Öko-Tussi“ eben. doch das war ihr völlig egal. Das hat mich für mein Leben geprägt und dafür bin ich meiner Mutter bis heute sehr dankbar.


2005 fing ich an zu studieren, BWL und VWL an der Uni Duisburg-Essen. 2010 folgte ich einem meiner Professoren nach Münster, um dort zu promovieren. Die Stadt Essen gilt als Energie-Hauptstadt Deutschlands. Viele große Konzerne haben hier ihre Firmenzentrale. Kein Wunder also, dass diese auch an der Uni aktiv waren und die eigene Firmenphilosophie verkaufen wollten. 

Da hat es bei mir "Klick" gemacht.

Diese Mentalität des maximalen Profits, hatte einfach herzlich wenig mit meinen persönlichen Werten zu tun. Nachhaltigkeit suchte man vergebens. Für mich war klar, dass ich solche Unternehmen nicht mehr durch meinem persönlichen Konsum unterstützen wollte. Besonders interessiert hatten mich während meines Studiums Seminare zu Themen wie Wirtschafts- oder Unternehmensethik.  

Nach und nach erkannte ich, wie katastrophal die ökologischen Folgen eines weltweit hohen Konsums tierischer Produkte sind. 

Massentierhaltung, Nahrungsmittelspekulation, Regenwaldabholzung oder Klimabelastung sind einige Begleiterscheinungen eben dieses Konsums. So traf ich die Entscheidung mich nicht nur vegetarisch, sondern komplett pflanzlich zu ernähren. Erst später, als ich mich eingehender mit der veganen Lebensweise beschäftigte, überzeugten mich auch die ethisch-moralischen und vor allem gesundheitlichen Aspekte. Ich verzichtete zunehmend auch in anderen Lebensbereichen wie Kleidung und Kosmetik auf Produkte, die tierische Bestandteile enthalten oder an Tieren getestet wurden. Als Werkstudent hatte ich Gelegenheit, bei einer alternativen Bank zu arbeiten und dort lernte ich, dass es auch in der Wirtschaft anders laufen kann. Nicht kurzfristige Gewinne, sondern moralische Werte und nachhaltiges Wirtschaften sind wichtig für unsere Gesellschaft.


Bei einem        Uni-Seminar

hat sich mein Berufswunsch herauskristallisiert. Gleich zu Beginn stellte sich heraus, dass ein bekannter konventioneller Finanzdienstleister die Seminarleitung innehatte. Nach dem Seminar bekam ich einen Anruf verbunden mit der Frage, ob ich nicht einen Beratungstermin zum Thema Altersvorsorge vereinbaren wolle. Ich war verärgert über die indirekte Werbung aber zugleich auch neugierig auf das, was mit meinem Geld passieren sollte. Ich vereinbarte also einen Beratungstermin, in dem ich Antworten auf folgende Fragen erhalten wollte:


„Was machen Sie eigentlich mit meinen Beiträgen? Wo wird das Geld investiert?“

Ehrliche Antworten hatte man für mich nicht. Als ich mich eingehender mit dem Thema Altersvorsorge befasste, wurde mir zunehmend klar, dass ich überhaupt keinen Einfluss darauf hatte, was mit meinen Versicherungsbeiträgen geschieht. Das Geld liegt schließlich nicht einfach irgendwo herum, bis ich in Rente gehe. Die eingezahlten Beiträge werden vielmehr von Finanzunternehmen investiert. Das ist an und für sich nicht verwerflich. Das Problem ist aber, wo das Geld investiert wird. Unterstütze ich womöglich Kinderarbeit, Ausbeutung, Waffenproduktion, den Ausbau von Atomenergie, Gentechnik, Tierversuche, artwidrige Tierhaltung, den Raubbau an der Natur oder Nahrungsmittelspekulation? Eine transparente Alternative musste her. Und so machte ich mich 2010 mit meinem eigenen Unternehmen selbstständig. Ich gründete FIBUR - ethisch-ökologische Versicherungen. Ich versuche mich an einem Gegenentwurf zu den klassischen Versicherungsberatungen und biete eine transparente und ökologisch nachhaltige Beratung, bei der die Menschen durch meine Beratungen auch mündiger in Bezug auf Versicherungen im Allgemeinen werden.

Das bin ich. Daneben bin ich auch ambitionierter Hobby-Rennradfahrer oder, wie es gerne auch heißt, der

"vegane Extrem-Radsportler".

Ich fahre leidenschaftlich gerne Langdistanzen und habe im Zuge dessen ein eigenes Ernährungskonzept entwickelt. Darüber habe ich das Buch „Be Faster Go Vegan“ geschrieben und mit GOODSPORT im Jahr 2015 eine eigene Sportmarke geschaffen.

 

Aber hierzu gibt es mehr Infos unter den Rubriken SPORTLICHES und ERNÄHRUNG.